Viele neurologische Erkrankungen sind chronische Erkrankungen, die über viele Jahre kontinuierlich fortschreiten. Solche Erkrankungen sind nicht heilbar und können zu einem Verlust der Selbständigkeit sowie zu einer Verminderung der Lebensqualität führen, da sie oft mit Schmerz, körperlicher Behinderung und seelischer Beeinträchtigung assoziiert sind.
Dabei leiden Patient*innen meistens unter einem Komplex aus unterschiedlichen Symptomen, wie Lähmungen, Spasmen, Schluckstörungen, Sehstörungen, Störung von Antrieb, Kognition und Bewusstsein sowie Einschränkungen der Kommunikationsfähigkeit. Diese neurologischen Erkrankungen erfordern daher eine langfristig angelegte palliativmedizinische Versorgung. Da das komplexe Management der Symptome die Möglichkeiten der ambulanten sowie stationären Regelversorgung übersteigt, wurde die Palliativstation der Universitätsmedizin Greifswald um Betten speziell für die Versorgung neurologischer Patient*innen erweitert.